Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


   
Aktuelle Kursinformationen ()
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
-   -   0 0 % /
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
-   -  
 
 
 

Pankl Racing kaufen


12.03.2002
Raiffeisen Centrobank

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bleiben auf Grund der neuesten Ankündigungen des Unternehmens bei ihrer Empfehlung, Aktien von Pankl Racing Systems (WKN 914732) zu kaufen.

Zusammen mit dem Bericht über das 1. Geschäftsquartal habe Pankl eine Entwicklungsoffensive angekündigt, die langfristig große Umsatzpotenziale erschließen werde, im Planungszeitraum jedoch die Ergebnisse erheblich belaste. Bis 2004/05 sollen EUR 19 Mio. und damit rd. 4 - 5% des Umsatzes in die Entwicklung eines Kurbeltriebs und eines Racinggetriebes investiert werden.

Mit dem Kurbeltrieb (ein System aus Kolben, Pleuel und Kurbelwelle) werde nun auch im Bereich Motorkomponenten der Systemgedanke umgesetzt und damit der Entwicklung im Bereich Antriebskomponenten gefolgt. Die abgestimmte und integrierte Entwicklung des Kurbeltriebs solle das Gewicht um rd. 10% reduzieren. Bereits im kommenden Jahr 2002/03 erwarte Pankl erste Umsätze aus dem Kurbeltrieb.

Mit der Entwicklung eines Racing-Getriebes öffne Pankl ein völlig neues Marktsegment. 2004/05 soll der Markteinstieg über das Mittelklasse-Rennsegment (Marktpotenzial rund EUR 35 Mio.) erfolgen und für spätere Einsätze in höherwertigen Rennklassen optimiert werden. Diese Projekte sollten nach Ansicht der Analysten den Wachstumspfad von Pankl über ihren Planungshorizont hinaus absichern. Der Preis dafür sei mit dem kräftigen Rückgang der EBIT-Marge allerdings sehr hoch. Weitere Verzögerungen zeichneten sich derzeit auch beim Diesel-Konverter ab. Die für Ende März erwarteten News zum Konverter verschöben sich voraussichtlich auf April.


Im 1. Quartal habe Pankl den Umsatz um 17% auf EUR 13,1 Mio. steigern können. Pankl sei damit unter der traditionellen Wachstumsrate von 20% gelegen. Ausschlaggebend dafür sei die Verschiebung von Umsätzen in das Vorquartal gewesen, ebenso geringere Umsätze in der US-Rennserie CART (Reglementänderung) sowie Verzögerungen bei der Produktauslieferung bei Pankl Aerospace aufgrund der Neu-Zertifizierung eines Zulieferers.

Die EBIT-Marge sei plangemäß in den von Pankl anvisierten Korridor von 10-15%
zurückgefallen. Das EBIT sei dadurch von EUR 2,1 Mio. bzw. einer EBIT-Marge von 18% auf EUR 1,6 Mio. gesunken, was einer EBIT-Marge von 12% entspreche.

Allerdings seien nicht wie erwartet die Umstrukturierungen bei Pankl Aerospace mehrheitlich für den Rückgang verantwortlich, sondern hohe Entwicklungsaufwendungen (EUR 0,55 Mio. nach EUR 0,23 Mio.) für die F&E-Projekte Kurbeltrieb, Getriebe und Konverter. Die besser vergleichbare EBIT-Marge vor F&E-Projektaufwendungen und Umstrukturierungskosten sei dennoch deutlich von 21% auf 17% gesunken. Pankl erkläre diesen Rückgang mit dem stufenweisen Ausbau des Mitarbeiterstandes, der wegen des steigenden Geschäftsumfangs und der F&E-Projekte im 1. Quartal um 31 auf 428 ausgeweitet worden sei.

Der nach DCF-Modell berrechnete faire Wert je Aktie und damit das Kursziel verringere sich nach Einarbeitung des neuen Planungsszenarios von rund EUR 44 auf rund EUR 39. Da Pankl die Vorteile bei der Ertragskraft und dem Gewinnwachstum teilweise eingebüßt habe, hätten die Analysten den Bewertungsaufschlag zur Peer Group auf 10% reduziert. Für den Konverter setzten die Analysten weiter einen fairen Wert von EUR 22 an, wodurch ihr langfristiges Kursziel nun EUR 61 (bisher EUR 66) betrage. Aufgrund der Verzögerungen werde das Potenzial des Konverters zur Zeit nicht im Aktienpreis berücksichtigt.

Da sich damit bei positivem Ausgang kurzfristig hohe Kurschancen ergäben, halten die Analysten ihre Kaufempfehlung aufrecht. Durch die schlechteren Perspektiven des Stammgeschäftes verstärke sich jedoch der Charakter einer Wette auf den Konverter. Das Rückschlagspotenzial im Falle eines negativen Ausgangs habe sich damit erhöht. Dennoch empfehlen die Analysten der Raiffeisen Centrobank, schwache Tage zum Positionsaufbau zu nutzen.




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG